Was Du beim Aufbau Deiner Marke beachten solltest – Interview mit Carmen Brablec

Carmen Brablec ist Marken-Expertin ist und ihr persönliches Mantra setzt darauf gebeten zu werden anstatt zu bitten. Ob nun als Solopreneur oder CEO mit hundert Angestellten, es gibt Aufgaben, um die sich jeder kümmern muss. Mitarbeiter bzw. Dienstleister, Investoren, Kunden und Wettbewerbsdruck. Auf Preise feilschen und Ellenbogen rausholen, hatte Carmen irgendwann keine Lust mehr. Stattdessen kreierte sie sich ein Bild davon, dass ihre Kunden auf sie zu kommen, sie anrufen und fragen, ob sie denn bspw. an Tag X für einen Vortrag Zeit hätte oder eine neue Brand aufbauen kann. Aus ihren gesammelten Jahren an Selbsterfahrung und Lehrgeld fokussiert sie sich heute darauf ihr Wissen zu teilen und Unternehmen dabei zu unterstützen aus der Bittsteller-Positon zu entkommen und ihre eigene Marke zu erschaffen.

Deine Marke ist nicht Dein Logo

Die meisten Menschen verstehen unter einer Marke ihr eigenes Logo und den dazugehörigen Namen. Dabei handelt es sich jedoch lediglich um das Markenzeichen. Eine Marke ist so viel mehr. Sie ist die Identität und das Versprechen eines Unternehmen, unabhängig davon ob sich dies in Produkten oder einer Dienstleistung manifestiert. Dabei darfst Du Dich als Starter immer wieder fragen, wen Du ansprechen und betreuen möchtest. Denn daraus ergibt sich wiederum ein individuelles Versprechen. Carmen betreut diverse Kunden. Unter anderem einen Pastor und Coach, der Schweige-Retreats anbietet. Er bietet jedoch nicht nur das gemeinsame Schweigen an, sondern das Üben in Gelassenheit und Selbstfürsorge.

Was versprichst Du Deinen Kunden?

Eine Marke sollte nicht darauf abzielen, was der Unternehmer kann und selbst toll findet. Das gehört dazu, klar. Die Basis einer Marke beruht allerdings auf den Personen, die Du betreust und ebenso auf den Problemen, die Deine Zielgruppe beschäftigt. Darauf aufbauend kreierst Du eine Lösung, die Du diesen Menschen anbietest. Und genau das beschreibt dann das Versprechen. Zu Beginn setzt sich Carmen mit ihren Kunden an eine individuelle Überschrift und eine Identitätserarbeitung, dabei geht es um den Kern der Marke und die Selbstbetrachtung. Erst am Ende eines langen Tages steht dann das Versprechen, zuvor geht es erstmal um ganz andere Themen, wie zum Beispiel die eigene Zielgruppe.

Konzentriere Dich auf Deine Zielgruppe

Apropos. Auch ich bin kein Fan davon ein Produkt zu erschaffen und sich darauf zu stürzen, dass es für jede einzelne Person auf diesem Planeten zugeschnitten sei. Carmen teilt diese Überzeugung. Wie so oft erwähnt sind „alle Menschen“ einfach keine gute Zielgruppe. Wenn Carmen auf der Bühne steht, kann sie ihre Gruppe an Zuhören sehen. Es ist ihr jedoch nicht möglich alle 100 Personen gleichzeitig zu betrachten. Sie wird sich auf die Menschen konzentrieren, bei denen eine Resonanz da ist. Die sie mitnehmen kann. Alle 100 Menschen gleichermaßen mitnehmen zu können ist schier unmöglich. Und solltest Du es versuchen, wirst Du die verlieren, die anfangs begeistert waren und dazu geneigt sind mehr von dir sehen und erwerben zu wollen.

Hab keine Angst davor Dich zu fokussieren

Die ganze Welt zu heilen ist ein heroisches Ziel. Es ist utopisch und unternehmerisch nicht gerade smart. Alle Menschen auf dieser Welt haben Herausforderungen und auch Schmerzen. Diese Herausforderungen und Schmerzen unterscheiden sich jedoch. Mach dir also Gedanken welche Schmerzen und Probleme Du „heilen“ willst. Diese Fokussierung fürchten viele Unternehmer. Dann bleiben statt den erträumten eine Million Menschen eventuell nur noch hundert. Ganz ehrlich? Werden diese hundert Unternehmen zu Deinen Kunden, hast Du die nächsten Jahre richtig gut zu tun.

Gezielte Ansprache für Deine Zielgruppe

Und solltest Du nach einiger Zeit die Herausforderungen der ersten hundert Unternehmen gelöst haben, werden sich weitere hundert Unternehmen im Laufe der Zeit ansammeln, die damals nicht vor dieser Herausforderung standen, aber eben jetzt an dem Punkt angelangt sind. Wenn Du weißt, wer Deine Zielgruppe ist, kannst Du diese Menschen auch viel besser ansprechen. Carmen selbst richtet sich bspw. an Unternehmen, die bereits am Markt sind, Expertise aufweisen, aber auf das Kämpfen und Feilschen keine Lust mehr haben. Hier braucht es Zeit um zu identifizieren, ob die derzeitigen Marketing-Aktivitäten diesem Ziel dienen.

Worauf wirst Du immer wieder angesprochen?

Deine Zielgruppe ist eine Gruppe von Menschen mit den gleichen Bedürfnissen, Zielen, Ängsten oder Wünschen. Diese Gruppe entspricht einer Schnittmenge an Gemeinsamkeiten. Wenn Du als Unternehmer startest und dabei bist Deine Zielgruppe zu schärfen, frag Dich gerne welche Aspekte Deiner bisherigen Gespräche mit Interessenten und Kunden ähnlich waren. Finde den gemeinsamen Nenner. Übrigens ist das nicht selten etwas ganz anderes als das was man sich selbst im stillen Kämmerlein überlegt. Reflektiere außerdem wonach Du öfter angesprochen wirst und natürlich auch, was Du besonders gerne machst.

Nutze den Austausch, um Deine Zielgruppe zu kreieren

Sicherlich kannst Du dir auch Deine bisherige Lebensgeschichte vornehmen. Du solltest aber darauf achten, Deine eigenen Schmerzthemen nicht auf Deine Kunden zu projizieren. Denn Deine Trigger sind nicht zwangsläufig die Deiner Kunden. Aus diesem Grund sind Gespräche aus Carmen’s Sicht das Nonplusultra, wenn es darum geht die eigene Zielgruppe zu schärfen. Stell Deinen Mitmenschen also Fragen rund um Deine Ideen, aber auch ihre Herausforderungen. Und anhand dieser Menge an Eindrücken kannst Du abschätzen mit welchen Herausforderungen und Menschen Du zusammen arbeiten willst.

Du darfst entscheiden mit wem Du zusammen arbeiten willst

Und dann ist es natürlich mega sinnvoll ein Thema einfach mal auszuprobieren. Zum Beispiel mit ein, zwei, drei Webinaren. Dieses Format eignet sich perfekt dafür das Feedback der Teilnehmer aufzugreifen und sinnvoll in das eigene Business einfließen zu lassen. Ich selbst erlebe aber auch immer wieder Menschen, die auf dem Weg zur eigenen Zielgruppe primär dem Geld nachjagen. Diesen Menschen nimmt Carmen direkt mal den Wind aus den Segeln, denn nur weil Menschen vermögend sind, heißt das lange nicht, dass sie ihr Geld für Dich und Dein Business locker machen. Wenn Du dann noch keine Lust darauf hast mit einem bestimmten Typus an Mensch zusammenzuarbeiten, wandelt sich Dein Lohn in Schmerzensgeld.

Lass Dich von der Freude leiten, nicht vom Geld

Hast Du keinen Spaß an dem was Du tust, überträgt sich das auch auf Dein Business. Andersrum genauso. Empfindest Du Leidenschaft und Freude an Deinem Tun, überträgt sich das auf Deine Interessenten und Kunden. Erinnere Dich an Deine Schulzeit und die Lehrer, die fachlich wahrscheinlich nichts falsch gemacht haben und Du trotzdem nur mittelmäßig warst. Und plötzlich kam ein neuer Lehrer, dir das Feuer in dir entzündet hat und plötzlich stand die 1 auf dem Zeugnis.

Erzeugst Du mit Deinem Business einen Magnet-Faktor?

Wenn Du das liebst was Du tust, fühlt es sich auch nicht nach Arbeit im klassischen Sinne an. Wirst Du mit Deinem Thema zum Magnet für Andere, dann wirst Du auch bemerken, dass Deine Mitmenschen sich leicht und einfach mitreißen lassen. Durch diese Leichtigkeit kannst Du Deinen Kunden auch viel besser zur Seite stehen. Das bedeutet wiederum, dass Deine Kunden ihre Ziele viel eher erreichen, zufrieden sind, Dich sogar noch weiter empfehlen und damit zum Markenbotschafter werden.

Du kannst mit allen möglichen Dingen Geld verdienen

Was, wenn es da aber eine Stimme in Deinem Kopf gibt, die Dir einen Berg an Zweifeln zuflüstert? Die nicht glaubt, dass Du mit Deinen Ideen genug Geld verdienen kannst. Auch hier punktet Carmen wieder mit ihrem Humor und verweist auf TV-Sender wie RTL 2 oder niederschmetternde Kommentare von Dieter Bohlen, die beweisen, dass Du mit allem möglichen Sche*ss Geld verdienen kannst. Fast jede große Innovation der letzten 50 Jahre wurde anfangs belächelt und bezweifelt und doch sind Tesla und Apple heute nicht mehr wegzudenken.

Was möchtest Du im Leben Anderer bewirken?

Du verdienst dann Geld, wenn Du Dich in Deinem Tun verwirklichen kannst in Kombination mit einem Bedürfnis, dass Deine Zielgruppe erfüllt bekommen möchte. Carmen liebt es ihren Podcast aufzunehmen und aus dieser Leidenschaft heraus, haben sich im Hintergrund diverse neue Ideen für ihr Business ergeben. Obwohl es nie ihr Plan war damit Geld zu verdienen, ist genau das eingetreten. Finde Deine Vision, indem Du herausfindest, was Du im Leben von anderen Menschen verändern willst.

Überwinde die Angst vorm Scheitern

Halte diese Vision fest. Denn gerade zu Beginn passiert es nicht selten, dass Du Dich entmutigt fühlst. Dranbleiben ist angesagt. Echte Unternehmen sind schon oft auf die Nase gefallen, hab also keine Angst davor zu scheitern. Wenn Du darauf wartest, dass Dein Produkt perfekt ist, also zu 100% fertig, hast Du schon verloren. Denn dann bist Du zu spät am Markt. Dazu passt das folgende Zitat: „Wenn Du Dich nicht für Dein erstes Produkt schämst, hast Du etwas falsch gemacht.“

Markenweiterentwicklung hält Dein Business am Laufen

Du kannst nicht anfangen eine Marke zu designen, wenn Du all diese Patzer und Fehler versuchst auszusparen. Leiste Vorarbeit, probier Dich aus und schau wie der Markt darauf reagiert. Finde Deine Nische, baue Deine Zielgruppe auf und erst dann beginnt Carmen gemeinsam mit ihren Kunden damit eine Marke aufzubauen. Und selbst wenn bereits eine Marke besteht, heißt es nicht, dass diese nie wieder angefasst werden muss. Wenn Brücken nicht mehr befahrbar werden, dann meist, weil sie nicht gepflegt wurden. Genauso sieht das auch mit der eigenen Marke aus. Oder was glaubst Du, warum Coca Cola, BMW und Apple bis heute fast täglich Werbung schalten?

Erzeuge Emotionen mit Deiner Marke

Die Marke ist das Bild was sich im kollektiven Bewusstsein Deiner Zielgruppe manifestiert hat. Wenn Du an Red Bull denkst, hast Du ein bestimmtes Bild vor Augen. Wird dieses Bild nicht gepflegt, wird es durch andere Bilder ersetzt. Reine Konditionierung. Pawlow und sein Hund lassen grüßen. Ein Reiz wird gesetzt, damit eine bestimmte Reaktion von der Zielgruppe ausgelöst wird. Da müssen wir uns nur an den Sound von Telekom erinnern und schwups haben wir Magenta-Farben vor Augen. Und auch Cola Cola hat das eigene Sortiment über Jahre immer wieder weiterentwickelt und ist super nah an den Bedürfnissen der Kunden geblieben. Von Light zu Zero zu Life. Mit ihrer Art Werbung zu machen bedienen sie die amerikanischen, kulturellen Höchstwerte, Freiheit und den „pursuit of happiness“.

Nutze Webinare dafür, Deine Marke zu kreieren und weiterzuentwickeln

Deshalb liebe ich den Einsatz der Webinare auch so sehr, denn Du bist so nah am Kunden wie nur möglich. Es bietet dabei nicht nur den Nährboden Dich bekannter zu machen, sondern auch Deine Kunden an Dich zu binden. Und dafür brauchst Du nicht das Werbebduget der mächtigsten Unternehmen auf dieser Welt. Eine Marke ist der gute Ruf, der einer Leistung voraus eilt und verleitet einem Menschen bzw. Unternehmen einen Rahmen und einen Hintergrund. Obwohl Udo Walz niemals zur gleichen Zeit in all seinen Läden sein konnten, führte der Markenname dazu, dass es völlig okay ist überdurchschnittliche Preise für einen Haarschnitt in einem seiner Salons zu verlangen.

Nutze deine Individualität um dich von Anderen abzuheben

Ohne diesen Rahmen bist Du vergleichbar und es geht am Ende nur noch um den Preis. Bist Du als Unternehmer aber eine Marke, mit der Deine Kunden gewisse Emotionen verbinden, entscheidet nicht mehr der Preis. Und trotzdem gilt es an den Bildern, die Du in den Köpfen Deiner Kunden kreierst dranzubleiben. Ansonsten verblassen sie. Und falls Du dich dabei unterstützen lassen willst, melde dich gern bei mir. Ich freue mich drauf!

 

Was ist Dein nächster Schritt?

Lass mich Dir zeigen, wie Du mit diesen Themen durchstaren kannst.

Mein bester Content & übersichtliche Leitfäden zum Thema:

Worksheet
10 Ideen, wie Du Webinare einsetzt, um easy Dein Business zu vermarkten.
Vergleich
Finde in der Webinarplattform-Challenge heraus, welche die Richtige für Dich ist.
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Webinare automatisieren, ja oder nein? Finde heraus, ob Du bereit dafür bist.

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