Webinare werden fast immer falsch bewertet.
Die meisten schauen auf Teilnehmerzahlen und Live-Verkäufe und treffen danach Entscheidungen, die betriebswirtschaftlich keinen Sinn ergeben.
Wenn Du Webinare als Marketingkanal nutzt, brauchst Du keine schönere Präsentation.
Du brauchst Klarheit über Deine Webinar-KPI.
Dieser Artikel zeigt Dir, welche Kennzahlen wirklich zählen, wie Du sie liest und warum viele Webinare zu Unrecht als „funktioniert nicht“ abgestempelt werden.
Inhaltsverzeichnis
Der größte Denkfehler bei Webinaren
Webinare werden als Event betrachtet.
Nicht als Funnel-Stufe in Deinem Marketing.
Typische Bewertung:
-
Wie viele waren da?
-
Wie viele haben live gekauft?
Diese zwei Zahlen reichen nicht ansatzweise aus, um zu beurteilen, ob Dein Webinar wirtschaftlich sinnvoll ist.
Ein Webinar ist kein Vortrag.
Ein Webinar ist ein messbarer Marketingprozess.
Die 7 wichtigsten Webinar KPIs
Wenn Du wissen willst, ob Dein Webinar funktioniert, musst Du diese sieben Kennzahlen messen.
| KPI | Leitfrage |
|---|---|
| Registrierung | Wie viele von 100 Besuchern tragen sich ein? |
| Show-up | Wie viele Registrierte erscheinen wirklich? |
| Watchtime | Wie lange bleiben sie im Webinar? |
| Engagement | Beteiligen sie sich aktiv? |
| Live-Conversion | Wer kauft direkt im Webinar? |
| 72h Conversion | Wer kauft nach dem Webinar? |
| Cost per Sale | Was kostet Dich ein Kunde über das Webinar? |
Erst diese Kombination zeigt Dir die Wahrheit.
Praxisbeispiel: So liest Du Webinar-KPIs richtig
Nehmen wir ein realistisches Szenario.
Du schaltest Anzeigen für Dein Webinar.
-
Werbebudget: 1.200 EUR
-
Cost per Besucher: 2 EUR
-
600 Landingpage-Besucher
Registrierung (30 Prozent)
180 Personen tragen sich ein.
Das zeigt: Thema und Positionierung passen.
Show-up (40 Prozent)
72 Personen erscheinen live.
Vollkommen normaler Wert.
Live-Conversion (4 Prozent)
3 Personen kaufen im Webinar.
Viele würden jetzt sagen: Webinar funktioniert nicht.
Das ist der Denkfehler.
72h Conversion nach Follow-up
Durch E-Mails kaufen weitere 9 Personen.
12 Verkäufe gesamt.
Umsatz
12 x 900 EUR = 10.800 EUR Umsatz
Bei 1.200 EUR Werbekosten.
Cost per Sale
1.200 EUR / 12 Kunden = 100 EUR pro Kunde
Das ist kein schlechtes Webinar.
Das ist ein hoch profitables Webinar.
Webinar KPI als Diagnose-Tool
Deine Webinar-KPIs zeigen Dir nicht, ob Du gut präsentierst.
Sie zeigen Dir, wo Dein Marketing hakt.
| KPI | Gut | Schlecht | Was es Dir sagt |
|---|---|---|---|
| Registrierung | >30% | <20% | Positionierung |
| Show-up | >40% | <25% | Vertrauen und Relevanz |
| Drop-off | >60% bis Pitch | <40% vor Pitch | Dramaturgie |
| Engagement | Hoch | Niedrig | Kaufbereitschaft |
| Live-Conversion | >8% | <3% | Angebotsklarheit |
| 72h Conversion | 10 bis 15% | <5% | Follow-up schwach |
| CPL/CPS | kalkulierbar | unbekannt | Kein Marketing-System |
Anhand dieser Tabelle kannst Du exakt erkennen, wo Du ansetzen musst.
Wenn Du mehr Details haben möchtest, warum Webinare nicht gut funktionieren, lies dazu auch diese Blogartikel:
– Warum viele Webinare nicht gut funktionieren
– Wie Du im Webinar (un)seriös wirkst
– Warum der Verkaufsteil im Webinar scheitert
Warum viele glauben, ihr Webinar funktioniert nicht
Weil sie nur eine KPI betrachten: Live-Verkäufe.
Dabei liegen Probleme fast nie im Webinar selbst, sondern:
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vor dem Webinar (Positionierung, Registrierung)
-
während des Einstiegs (Drop-off)
-
nach dem Webinar (Follow-up)
Wenn Du diese Zahlen nicht kennst, kannst Du Dein Webinar nicht bewerten.
Wie Du siehst: Webinare verraten Dir so viel über Deinen Auftritt, Dein Marketing und Deine Verkaufsfähigkeiten.
Wenn Du an Deinen Skills arbeiten möchtest, komm in die Clean Conversion Method. Dort zeige ich Dir, wie Du Deine Webinar-KPIs verbesserst UND auf saubere Art und Weise verkaufst.
