Automatisierter Funnel: Was für Solopreneure heute noch funktioniert

Viele Solopreneure träumen von einem automatisierten Funnel. Einmal aufbauen, einschalten und anschließend verkauft das Business ganz von allein. Ganz ehrlich? Genau dieses Bild halte ich heute für überholt. Nicht, weil Funnel nicht mehr funktionieren. Sondern weil Menschen heute anders kaufen als noch vor einigen Jahren. Sie vergleichen mehr, informieren sich intensiver und wünschen sich individuelle Lösungen statt standardisierter Verkaufsstrecken. Ein automatisierter Funnel kann deshalb auch heute noch hervorragend funktionieren – allerdings nicht als Verkaufsmaschine, sondern als gut durchdachte Customer Journey.

Was ist ein automatisierter Funnel überhaupt?

Ein Funnel beschreibt den Weg, den ein Interessent bis zum Kauf durchläuft. Oben steigen viele Menschen ein. Sie kennen Dich vielleicht über einen Blogartikel, Deinen Podcast, Social Media oder eine Empfehlung. Doch nicht jeder ist sofort bereit zu kaufen. Genau hier beginnt die Aufgabe eines Funnels: Er begleitet Interessenten Schritt für Schritt dabei,

  • ihr Problem besser zu verstehen,
  • Vertrauen aufzubauen,
  • erste Erfolge zu erzielen und
  • die passende Lösung für ihre Situation zu finden.

Ein guter Funnel verkauft also nicht einfach. Er qualifiziert.

Der größte Irrtum über Funnel

Viele verstehen einen Funnel als Verkaufsautomaten. „Ich baue ihn einmal auf und dann läuft er zwei Jahre ohne mein Zutun.“ Ich glaube nicht mehr an dieses Modell. Ein erfolgreicher Funnel ist heute kein starres System, sondern ein lebendiger Prozess. Märkte verändern sich. Kunden verändern sich. Und auch Deine Angebote entwickeln sich weiter. Deshalb solltest Du einen Funnel regelmäßig überprüfen, optimieren und anpassen.

Vier Funnel-Modelle, die heute besonders gut funktionieren

1. Das klassische Freebie mit E-Mail-Serie

Der Klassiker funktioniert weiterhin. Ein Interessent lädt sich etwa eine Checkliste, einen Guide oder eine Vorlage herunter und erhält anschließend eine E-Mail-Serie, die ihn Schritt für Schritt weiterführt. Wichtig ist dabei allerdings: Das Freebie sollte nicht isoliert stehen. Es sollte bereits den ersten Schritt Deiner Customer Journey lösen und logisch auf Dein späteres Angebot vorbereiten. Anschließend können E-Mails, ein Workshop oder ein Webinar den Bedarf weiter vertiefen und den Interessenten qualifizieren.

Mein persönlicher Tipp: Ich würde einen solchen Funnel heute eher als Kampagne betrachten als als Dauerlösung. Acht bis zwölf Wochen sind häufig ein sinnvoller Zeitraum. Danach kannst Du Inhalte aktualisieren, neue Erkenntnisse einarbeiten und den Funnel erneut starten. Generell sind 90-Tage-Rhythmen im Business eine gute Idee.

2. Das Webinar als Einstieg

Nicht jeder Funnel muss mit einem klassischen Freebie beginnen. Gerade bei erklärungsbedürftigen Angeboten kann ein kostenloses Webinar der perfekte Einstieg sein.

Die Customer Journey könnte beispielsweise so aussehen:

  • Content
  • Anmeldung zum Webinar
  • Webinar mit echtem Mehrwert
  • E-Mail-Serie
  • Angebot

Ein Webinar bietet den großen Vorteil, dass Du Deine Arbeitsweise zeigen, Vertrauen aufbauen und gleichzeitig bereits viele Fragen beantworten kannst. Die anschließenden E-Mails dienen dann nicht mehr dazu, Grundlagen zu erklären, sondern dazu, offene Fragen aufzugreifen und den Verkaufsprozess sinnvoll fortzuführen.

3. Individualisierte Funnel mit einem Quiz

In meiner letzten Podcastfolge ging es bereits um moderne Lead-Generierung. Ein Trend, den ich besonders spannend finde, sind Quiz-Funnel. Warum? Weil nicht jeder Interessent dieselben Informationen benötigt. Ein Quiz hilft dabei, Menschen individuell einzuordnen.

Je nach Ergebnis erhalten sie anschließend:

  • unterschiedliche Inhalte,
  • passende E-Mails,
  • individuelle Empfehlungen,
  • andere Fallbeispiele oder
  • verschiedene Angebote.

Dadurch fühlt sich die gesamte Customer Journey deutlich persönlicher an. Ich glaube, dass genau diese Individualisierung in den kommenden Jahren immer wichtiger wird. Dadurch könnte der Funnel auch länger als 90 Tage laufen. Wichtig ist, die Kennzahlen in diesem Fall genau anzuschauen, um herauszufinden, wie der Funnel gut läuft.

4. Einstieg über ein Mini-Produkt

Nicht jeder Funnel muss kostenlos beginnen. Auch ein kleiner Workshop, ein Mini-Kurs oder ein digitales Toolkit können ein hervorragender Einstieg sein. Der Vorteil: Menschen investieren bereits eine kleine Summe und beschäftigen sich dadurch häufig intensiver mit der Umsetzung. Außerdem sollte dieses Einstiegsprodukt bereits einen ersten Erfolg ermöglichen.

Beispiele könnten sein:

  • Das passende Online-Kurs-Thema finden
  • Die erste Landingpage strukturieren
  • Einen Webinar-Fahrplan entwickeln

Anschließend ergibt sich der nächste Schritt der Customer Journey fast automatisch.

Warum „Warum jetzt?“ wichtiger ist als künstliche Verknappung

Ein weiterer Punkt, den ich heute deutlich kritischer sehe als früher, sind künstliche Countdown-Timer oder Cookie-Tricks. Technisch lässt sich inzwischen fast jede Verknappung simulieren. Doch langfristig entsteht Vertrauen nicht durch künstlichen Druck. Ich bevorzuge echte Gründe für eine Kaufentscheidung.

Zum Beispiel:

  • ein begrenzter persönlicher Support,
  • ein Starttermin,
  • ein Bonus,
  • eine feste Umsetzungsphase oder
  • eine limitierte Teilnehmerzahl.

Diese Form der Verknappung ist nachvollziehbar und ehrlich.

Hybrid-Funnel: Der spannendste Trend

Eine Entwicklung beobachte ich derzeit besonders häufig. Automatisierung wird zunehmend mit persönlichem Kontakt kombiniert.

Zum Beispiel:

  • Persönliche Videomessage zwischendurch
  • Bild von den handgeschriebenen Teilnehmernamen
  • Einladung zum persönlichen Gespräch

Ich halte diese Hybrid-Funnel für besonders spannend. Denn KI kann Informationen hervorragend automatisieren. Vertrauen entsteht jedoch nach wie vor zwischen Menschen.

Mein Fazit zum automatisierten Funnel

Automatisierte Funnel funktionieren auch heute noch. Allerdings nicht mehr nach dem Motto: „Einmal aufbauen und nie wieder anfassen.“ Ich glaube vielmehr an Customer Journeys, die regelmäßig weiterentwickelt werden. Je nach Angebot kann der Einstieg über ein klassisches Freebie, ein Webinar, ein Quiz oder sogar ein Mini-Produkt erfolgen. Entscheidend ist nicht die Technik. Entscheidend ist, dass alle Bausteine logisch ineinandergreifen und Deine Interessenten Schritt für Schritt auf ihrem Entscheidungsweg begleiten.

Ein Blick hinter die Kulissen meines Mentorings

Genau das entwickeln wir übrigens auch im 1:1-Mentoring. Wir bauen nicht einfach irgendeinen Funnel, weil man als Solopreneur angeblich einen braucht.

Wir schauen uns zunächst Dein gesamtes Business an.

  • Welche Produkte hast Du?
  • Wo kommen Deine Interessenten her?
  • Welcher Einstieg passt wirklich zu Deiner Zielgruppe?
  • Welche Customer Journey ergibt Sinn?
  • Wie sollte Dein Verkaufsprozess aussehen?

Aus diesen Bausteinen entwickeln wir eine klare Strategie und setzen sie anschließend gemeinsam um.

Du arbeitest dabei nicht mit einem anonymen Programm oder einer großen Gruppe. Du arbeitest direkt mit mir. Du kannst mir Deine Landingpages, E-Mails, Webinarideen oder Funnel-Schritte schicken und erhältst konkretes Feedback.

Denn ein guter Funnel entsteht nicht durch die richtige Software.

Er entsteht dadurch, dass jemand die gesamte Kundenreise versteht und daraus ein System entwickelt, das langfristig funktioniert.

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